Christine Camenisch / Johannes Vetsch

*2010


Wasser schwappt über das am Flussufer wachsende Gras. Die Schwarz-Weiss-Projektion mit ihrem silbern schimmernden, kühlen Licht macht den Tag zur Vollmondnacht. Die Böschung wird zum liegenden Körper, das Gras zum langen, wallenden Fell eines Tieres. Wischgeräusche suggerieren mit ihrer stoischen Regelmässigkeit weitere Bildebenen. Ein metallisches Kreischen in der Ferne verstärkt das Gefühl einer gestörten, aus dem Lot gebrachten Idylle. Irritation liegt in der Luft.

Mit einem einzigen Motiv wird der Ausstellungsraum umfassend bespielt. Die Struktur, die durch das sich wiederholende, immer gleiche Bild entsteht – eine Collage aus gleichwertigen Elementen –, hat keine Hierarchie und keine Ordnung. Ihr Potenzial: Die bestehende Architektur in einen neuen Ort zu wandeln und die einzelnen Bilder mit ihrem gegenständlichen Inhalt in Verbindung mit der Klangspur aufzulösen.


christinecamenisch.ch


A
Á
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
Ż