Ausstellung
Karsten Födinger
Einfache Baumaterialien und die Auseinandersetzung mit dem Raum dienen Karsten Födinger (*1978 in Mönchengladbach, lebt in Karlsruhe) als Ausgangspunkt für seine künstlerische Arbeit. Er reagiert auf ausgesuchte Räume, provoziert durch seine gezielten Eingriffe neues Wahrnehmen und erschliesst damit unentdeckte Perspektiven und Potentiale.
Seine vor Ort realisierten Arbeiten treten in einen spannungsreichen Dialog mit der Architektur und vorgefundenen Materialien. (Margit Fritz) Im Kunsthaus Baselland ergänzt er eine „angeschnittene“ Wandkante wieder zu, so als ob die als fehlerhaft lesbare Architektur eine Korrektur erfahre und rechteckig gemacht wird, was eigentlich schon ursprünglich so sein sollte. Ebenso wird ein offen zur Schau gestellter „T-Träger“ mit Putz angeworfen, der meist sowieso nicht sichtbar ist. Die Spuren des Wurf-Gestus bleiben sichtbar und stehen nicht zuletzt auch für eine künstlerische Signatur, eine Handschrift. Als dritten Eingriff verbindet Födinger zwei Eisensäulen, deren vorgefundene Öffnungen eine Verbindung ein „Einhaken“ zu evozieren scheinen. Eine weitere Arbeit greift auf eine Methode von Baustellen in Abbruchhäusern zurück: Vorhandene Waschbecken werden dort nicht mehr abmontiert, sondern schlichtweg zerschlagen. Der Künstler zitiert diesen Vorgang und kehrt ihn in eine Geste des klassischen skulpturalen Wegnehmens von Material. Dabei legt er wiederum innere Systeme des Objekts frei und erneut eröffnen sich ungeahnte Perspektiven.




































