Ausstellung
Karin Hueber
Wie Mobiliar, nur ohne gewohnte Funktionen, erscheinen einige der neueren Arbeiten Karin Huebers (*1977 in Zwingen, lebt in Basel und Rotterdam). Auf der Zoo Art Fair in London zeigte sie im letzten Jahr ein skulpturales Objekt, das an einen mit Spiegeln besetzten, halb aufgeklappten Paravent oder einen fast dekonstruktivistisch anmutenden dreieckigen Schrank erinnert.
Verspiegelte, bewegliche Flügelelemente lassen weder den Betrachter noch dessen Umgebung vollständig im Bildwerk erscheinen. Nähe und Distanz halten ein labiles Gleichgewicht. Die so erzeugte Segmentierung des Blicks manifestiert sich zudem in der Form des Baukörpers selbst. Er scheint durch seine Faltungen von keiner Seite her in seinen Ausmassen fassbar. Allein eine unverspiegelte Nische oder Öffnung lässt Rückschlüsse auf die Statik des Objekts zu und ermöglicht dem Betrachter, ihm „unreflektiert“ gegenüberzutreten oder sich in ihm zu verbergen. Das Innen und Außen architektonischer Räume und deren Wirkung auf den Betrachter ist zentrales Anliegen in Huebers Werk. Ihre Objekte und Interventionen fungieren dabei wie Vergrösserungs-, Kipp- oder Zerrspiegel und ermöglichen dem Betrachter sich selbst nebst dem ihn umgebenden Raum facettenreich – mal spielerisch, mal streng mathematisch abstrakt – zu reflektieren. (Sören Schmeling) In der Ausstellung zeigt Hueber zusätzlich zur paraventartigen Installation eine Bildreihe, die aus mehreren übereinander gefalteten Zeitungen besteht, die allesamt auf die Formatgrösse der Basler Zeitung orientiert sind.




































