Ausstellung
Clément Cogitore
Clément Cogitore (*1983 in Colmar, lebt in Strassburg und Paris) greift in seinem Video „Scènes de Chasse“ auf die Geschichte der Überwachungstürme an der österreichisch-ungarischen Grenze zurück.
Im Jahre 1989, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, begann der Staat Österreich mit dem Bau von 146 Überwachungstürmen mit dem Ziel, die illegale Immigration zu bekämpfen. Die Operation trug den Titel „operation limes“ in Anlehnung an die römischen Befestigungsanlagen, welche das Empire vor den Barbaren beschützen sollten. Als 2007 Österreich und Ungarn das Schengen Abkommen unterzeichneten, wurden die Überwachungstürme obsolet und ein Jahr später in einer ungewöhnlichen Auktion versteigert. Der Künstler filmte die neuen Besitzer der Wachtürme, meist Jäger, und thematisierte deren neue Nutzung. „At the gates of the empire this film is about fortress, landscape, metamorphosis and the ability of the political, social or military power to turn a human being into game when it feels or assumes its borders threatened“ (Clement Cogitore).




































